Ein Generator geht auf die Reise

Nach mehr als zwanzig Jahren fast unterbrechungsfreiem Betrieb mit mehr als 160.000 Betriebsstunden wird es für den Generator unserer Turbine 2 in der Wasserkraftanlage Papierfabrik jetzt Zeit für eine Generalüberholung. Nachdem in der Vergangenheit alle Wartungs- und Reparaturarbeiten vor Ort in eingebautem Zustand vorgenommen werden konnten nutzen wir die wasserarmen Sommermonate dazu, den Generator von unserem Partner PAMO in Bitterfeld in der dortigen Werkstatt überholen zu lassen. Dabei werden nicht nur alle Lagerungen erneuert, sondern die Generatorwelle wird überholt und das Gehäuse wird eine neue Lackierung erhalten.

In Zusammenarbeit mit unserem langjährigen Partner, der Schiffswerft Fischer aus Mukrena, haben wir Montag die Maschine ausgebaut und sie am Dienstag auf den LKW in Richtung Bitterfeld verladen. Anschließend wurde der baugleiche Generator der Turbine 1 auf Turbine 2 gewechselt, um in diesen Sommermonaten einen reibungslosen Betrieb der Wasserkraftanlage zu gewährleisten. Hier ein paar Impressionen der Aktion:

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Tag der Erneuerbaren Energien am 26.04.2014

teaser-tdee-2014Am kommenden Samstag, den 26.04.2014, findet bundesweit der 19. Tag der Erneuerbaren Energien statt. Aus diesem Anlass öffnen wir in der Zeit zwischen 10h und 16h die Tore unserer Wasserkraftanlage Papierfabrik (Am Rosenhag 5) für interessierte Besucher. Besichtigen Sie unser Kraftwerk und genießen Sie den Ausblick auf Schloss und Saale.

Der Tag der Erneuerbaren Energien wurde im Jahr 1996 durch die sächsische Kommune Oederan ins Leben gerufen und hat sich mittlerweile zu einer deutschlandweiten Initiative entwickelt. Im Vordergrund stehen die praktische Nutzung und Anwendungsformen Erneuerbarer Energien.
Der Verband der Wasserkraftwerksbetreiber Sachsen und Sachsen-Anhalt e.V. beteiligt sich seit mehreren Jahren am Tag der Erneuerbaren Energien mit der Öffnung von Wasserkraftanlagen in den Bundesländern Sachsen und Sachsen-Anhalt. Alleine in Bernburg konnten im vergangenen Jahr ca. 200 Besucher begrüßt werden.

MDR-Sendung “Die Saale von Oben”: Beitrag über Wasserkraft Bernburg jetzt direkt ansehen

Hier nun der Beitrag über die Wasserkraft in Bernburg aus der MDR-Sendung “Die Saale von Oben” zur direkten Wiedergabe.

[UPDATE] Fernsehtipp: Wasserkraft Bernburg im mdr-Weihnachtsprogramm

[Hier der Link zur ARD Mediathek, in der der gesamte Beitrag zu sehen ist. Der Teil über die Bernburger Wasserkraft beginnt ab 1:22:20h]

Ein Fernsehtipp in eigener Sache: am ersten Weihnachtsfeiertag (Mittwoch, 25.12.) um 15:15h sendet der mdr die Eigenproduktion “Die Saale von oben – Vom Fichtelgebirge bis zur Elbemündung”. Darin werden auch die Wasserkraftwerke in Bernburg als Beispiel für die Stromproduktion aus der regenerativen Kraft des Wassers zu sehen sein.

Nach dem grossen Erfolg der Sendung “Die Elbe von oben” im Weihnachtsprogramm 2012 hat der Mitteldeutsche Rundfunk die Redakteurin Antje Schneider mit der Produktion dieses Beitrags über die Saale beauftragt. Wir sind sehr gespannt, welche Aufnahmen von unseren Wasserkraftanlagen es nach den eintägigen Dreharbeiten im September in den Bericht geschafft haben.

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Hochwasser 2013: Radio-Beitrag zur Auswirkung des Hochwassers auf die Wasserkraft in Bernburg

Als Nachtrag zum Hochwasser hier noch ein Mitschnitt eines Radio-Beitrags von Radio Brocken, der knapp eine Woche nach Erreichen des Höchststands der Saale in unserer Wasserkraftanlage Papierfabrik aufgezeichnet wurde.

Seit dem Interview hat sich der Staub etwas gelegt, der tatsächliche Schaden an den Anlagen und Gebäude liegt glücklicherweise niedriger als damals eingeschätzt und wir hatten einen kompletten Stillstand der Turbinen von 15 Tagen (beim Hochwasser 2011 waren es auch “nur” 14 Tage).

Nichts desto trotz werden wir im Mai und Juni diesen Jahres nur die Hälfte der Energie produzieren können die wir normalerweise in diesen beiden Monaten produzieren.

(Danke an Marco Fischer von Radio Brocken für das Interview)

Hochwasser 2013: Und das Aufräumen kann beginnen…

Langsam, sehr langsam, zieht sich die Saale in ihr altes Bett zurück. Am Montag konnte der Pendelverkehr mit Lkw der Feuerwehr Bernburg wieder aufgenommen werden, so das Personen und Material eingeschränkt die Saalehalbinsel erreichen können. Und am Montag um 12:00h konnte der Netzstrom zu unserem Kraftwerk* wieder eingeschaltet werden. Seit Dienstag werden die Keller (alle Keller auf dem Gelände waren bis unter die Decke vollgelaufen) durch Feuerwehr und THW leergepumpt – was trotz kräftigster Pumpen mit 100 Kubikmeter pro Stunde Leistung immer noch sehr lange dauert.

Zu unseren Kraftwerken: in der Anlage Saalemühle ist der Schaden minimal. Eine Tauchpumpe hat die Dauerbelastung nicht überstanden und der Ausfall hat einen Messsensor der Steuerungselektronik absaufen lassen. Der automatische Rechenreiniger, obwohl mehrere Tage teilweise unter Wasser, funktioniert ohne Probleme wieder. Den einzigen oberirdischen Wassereinbruch gab es in dem an die Wasserschutzpolizei vermieteten ehemaligen Heizhaus. Hier stand das Wasser ca. 50 cm im Erdgeschoss und hat neben den Büromöbeln auch Holzfußboden und die Küche zerstört. Hier beginnen wir morgen mit den notwendigen Reparaturen.

Die Wasserkraftanlage Papierfabrik auf der Saalehalbinsel war stärker vom Hochwasser betroffen. Obwohl wir es geschafft haben über 140 Stunden unser Notstromaggregat dauerhaft zu betreiben und damit die Pumpen in den Turbinenschächten im Einsatz bleiben konnten hat die Menge, mit der das Wasser durch die Wände und den Untergrund eingetreten ist, ein noch nicht genauer zu beziffernden Schaden angerichtet. Diverse Sensoren, alle drei Riemen zur Kraftübertragung, die Verstellung der Leitapparate sind nur einige Teile, die mehr oder weniger lange im Wasser waren. Hier gilt es jetzt eine Bestandsaufnahme und Funktionskontrolle zu machen.

Am schwersten trifft uns natürlich der dauerhafte Ausfall der Anlagen. Seit über 10 Tagen stehen die Turbinen auf Grund des überhohen Wasserstands still, und der sehr langsame Rückgang der Pegel (2cm in der vergangenen Nacht) lässt vermuten, dass es noch einige Tage mehr werden….

* Alle anderen Häuser auf der Saalehalbinsel bleiben weiterhin ohne Strom. Da die Keller teilweise immer noch unter Wasser stehen und noch keine Reparatur der Elektrik stattfinden konnte stehen diejenigen, die auf der Insel geblieben waren oder bereits zurück gekommen sind noch ohne Strom und Heizung da. Wir helfen weiterhin mit Strom, Kaffee und der einzigen Duschmöglichkeit für “Warmduscher” auf der Halbinsel.

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